… um unter Berufung auf den Digital Millennium Copyright Act (DMCA), sein aus meiner Sicht, durchaus fragwürdiges Geschäftsmodell, der unerträglich engen Koppelung seiner Hardware an iTunes zu verteidigen.
Bereits unmittelbar, nachdem ich mir meinen iPOD nano angeschafft hatte, hatte ich ja bereits unliebsamme Bekanntschaft damit gemacht und mich auch entsprechend darüber beklagt.
Hier bin ich bis heute froh darüber, dass es mir gelang, mit Hilfe von Amarok und gtkPOD dennoch die von mir gewünschten Inhalte auf den iPOD zu spielen. Hierbei war ich besonders froh darüber, dass man im freiem Internet, diverse Hinweise finden konnte, wie man diese enge “Geld-druck”-Umarmung des iPODs mit iTunes umgehen konnte. Und genau hier, schlägt Apple nun, wie das Linux-Magazin vermeldete dazwischen.
Unter Berufung auf den DMCA und das allgemeine Copyright, hat Apple nun einen Wiki abgemahnt, in dem darüber diskutiert wurde, wie man diese enge Bindung der Hardware an iTunes umgehen könne. Ein Vorgehen, welches ja auch wirklich äußerst böse ist.
Wo kommen wir denn da auch hin, wenn die Leute mit ihrem gekauftem MP3-Player tuen könnten, was SIE wollen und nicht bloß das, was Apple ihnen großzügigerweise erlaubt? Wo kämen wir hin, wenn die Leute sich nicht mehr per DRM gängeln und für dumm verkaufen ließen? Wo kämen wir hin, wenn die Leute nicht mehr über die wiederum enge Koppelung von iTunes an den iTunes-Store, nicht mehr zum Kauf von völlig überteuerten MP3s mit völliger Gängelung des Nutzers bewegt werden könnten? Da müsste Apple ja tatsächlich mit den geradezu lächerlich wenigen 150€ leben, die es seinen Käufern für einen iPOD nano abknüpft.
Aber genug der Ironie. Hier sieht man wieder einmal, dass Apple nicht einen Deut besser ist, als Microsoft und auch, wie sehr sich das Copyright heutzutage mißbrauchen lässt, um das Recht auf freie Meinungsäußerung zu einem zahnlosen Papiertiger verkommen zu lassen.
Wäre mein iPOd nano nicht mit den Sammelkorken von Stauder “bezahlt”, würde dieser jetzt aus Protest zurück in den Laden wandern und würde ich mir stattdessen einen MP3-Player kaufen, der meine Rechte als Kunde und freier Bürger respektiert.
So bleibt mir jedoch nur zu hoffen, dass die Klage, die die EFF nun gegen Apple eingereicht hat, um das Recht auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen erfolgreich sein wird. Wer sich näher mit dem Fall beschäftigen, der wird hier fündig.


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