… da hat sich das Kreuz machen doch wirklich gelohnt.
Für die Piratenpartei hat es gestern in Deutschland für sehr, sehr gute 0,9% der Stimmen gereicht. Das mag nach nicht wirklich viel klingen, bedeutet jedoch fast eine Viertel Millionen Wähler, was durchaus beachtlich ist und über die Parteienfinanzierung nun dieser noch jungen und kleinen Partei einen wichtigen Geldsegen beschert, der wiederum dabei helfen dürfte, bei der nächsten Wahl etwas mehr Wahlkampf in den klassischen Medien zu machen und somit die Piraten auch außerhalb der “Nerd-Nische” bekannt zu machen und somit dafür zu sorgen, dass sie nicht mehr von so vielen für eine Scherzpartei gehalten werden.
Die Piraten haben gestern gezeigt, dass sie wählbar sind. Und die Wähler haben gezeigt, dass die Themen der Piraten wichtig sind und sie sich nicht länger wie Kriminelle behandeln lassen wollen, nur weil sie über einen Internetanschluss verfügen.
Davon ab, muss ich natürlich auch mit Bedauern festhalten, dass die CDU/CSU erneut stärkste Kraft in Deutschland geworden ist. Und um den Ausspruch eines Kollegen auf zu greifen und auf die Europawahl um zu münzen: “Wer schwarz wählt, der braucht sich nicht wundern, wenn es finster wird in Europa.” Naja, zumindest kann ich mich ja noch damit trösten, dass sie im Vergleich zum letzten Mal Verluste erlitten haben.
Insgesamt überwiegt für mich nämlich eh noch ein anderer wesentlicher Punkt, der für mich Anlass zu regelrechten Luftsprüngen (trotz der Rückenschmerzen) war.
Die schwedische Piratenpartei hat mit 7,1% klar die Fünf-Prozenthürde genommen und wird somit Abgeordnete im Europaparlament stellen. *FREU*
Und dies bedeutet, dass die Themen der Piraten nun auch im EU-Parlament vertreten sind. Dies kann nur einen riesigen Fortschritt im Digitalem Zeitalter bedeuten.
Vor allem aber, dürfte dies auch eine deutliche Schützenhilfe für die deutschen Piraten darstellen, die nun auch auf die Arbeit der schwedischen Kollegen in Brüssel verweisen können.
Vielleicht klappt es nun ja sogar noch für die Piraten, genügend Unterstützer zu finden, so dass sie auch bei der Bundestagswahl im September antreten können. Zu hoffen wäre es ja.
Eine Stellungnahme der Piraten gibt es hier.


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