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    Bootprobleme gleich Grubprobleme? Und wie man diese löst…



    Gestern durfte ich mich bei einer Bekannten um den Rechner kümmern, da dieser nicht mehr von der Festplatte booten wollte.
    Ein Problem, dass viele Menschen wohl ratlos machen dürfte und wo auch für mich nicht sofort die Ursache ersichtlich war. Insofern habe ich mir zunächst mit einem Knoppix wieder einen “funktionierenden” Rechner verschafft und dann unter zu Hilfenahme der Smartmontools die SMART-Daten der Festplatten ausgelesen, um mich davon zu überzeugen, dass die Festplatte an sich noch funktionsfähig war. Dies war sie in der Tat, so dass ich mich somit an die weitere Problemsuche machen konnte.
    Da ich das System vor geraumer Zeit selber aufgesetzt hatte und insofern wusste, dass bei ihr ein Windows XP und ein openSUSE 11.1 im Dualboot-System liefen, kam mir als nächstes die Idee, dass ich es hier wahrscheinlch mit einem Grub-Problem zu tuen hatte.


    Insofern habe ich mir zunächst, immer noch unter Knoppix die /boot/GRUB/menu.lst angesehen. Dabei konnte ich jedoch zunächst einmal keinen Fehler in der Datei entdecken. Wobei meine Kenntnisse über diese Konfigurationsdatei allerdings auch recht gering sind.
    Da ich jedoch wusste, dass es vor kurzem ein Update für den Kernel gegeben hatte, war ich mir nach wie vor recht sicher, dass es sich hierbei um ein Problem mit der Grub-Konfiguration handeln dürfte, da ich einfach davon ausgegangen bin, dass Yast einfach einen Fehler gemacht hat, bei der automatischen Aktualisierung der Grub-Konfiguration, die ja im Zusammenhang mit dem Kernel-Update anstand.
    Insofern entschied ich mich dazu, es einmal mit einer Reperatur des bestehenden Systems zu probieren, welche die Installationsmedien von openSUSE ja anbieten. Hierbei gab es jdeoch noch ein kleineres Problem.
    Und zwar hatten wir zu dem Zeitpunkt leider nur die Installatins-DVD von openSUSE 11.0 zur Verfügung. Installiert war jedoch ein openSUSE 11.1. Insofern erwartete ich, dass die automatische Reperatur hier etwas holprig verlaufen könnte. Entschied mich jedoch dennoch dazu, es einmal zu probieren.
    Und in der Tat, fand die Routine einige Dinge, die sie für reperaturbedürftig hielt, die jedoch völlig in Ordnung waren, wie z.B. die installierte Version von CUPS. Hier habe ich einfach sämtliche Vorschläge zur Reperatur ignoriert, bis wir schließlich zur Grub-Konfiguration kamen, die dann in der Tat auch von der Reperatur-Routine als fehlerhaft erkannt wurde.
    Dies war für mich nun der Zeitpunkt, mit Hilfe der Routine eine neue Grub-Konfiguration zu erstellen, und den Bootloader erneut auf die Platte zuschreiben.
    Hierbei ergaben sich jedoch bereits neue Probleme.


    Denn die Routine erkannte die vorhandene Windows-Installation nicht. Und da ich nun auch die nötigen Daten zu dieser Installation nicht aus dem Kopf heraus wusste, konnte ich diese auch nicht händisch hinzufügen. Auch wollte die Routine unbedingt einen völlig veralteten Linux-Kernel verwenden.
    Da ich jedoch auch hier nicht genau wusste, welche die aktuell installierte Kernel-Version war, und wo genau diese gespeichert war, entschied ich mich zunächst einmal dazu, es bei dieser, mir hier vorgeschlagenen Konfiguration zu belassen, und den Bootloader Grub mit dieser Konfiguration auf die Platte schreiben zu lassen.
    Es kam mir hier einfach zunächst einmal darauf an, wieder ein System zu erhalten, dass von der Festplatte booten konnte und nicht mehr länger auf diese Behilfskonstruktionen angewiesen zu sein. Allerdings war mir natürlich auch völlig klar, dass damit die Arbeiten am Rechner noch nicht abgeschlossen waren.
    Insofern habe ich, nachdem der Rechner nach einem Neustart nun wieder von der Festplatte lief Yast gestartet und mich unter System|Bootloader umgesehen. Hier habe ich die Einstellungen zur Menu.lst ausgewählt und diese “bearbeitet”.
    Hierzu habe ich Yast angewiesen, die Konfiguration neu von der Festplatte einzulesen. Hierbei wurde dann auch wieder die bestehende Windows-Installation gefunden, sowie der aktuelle, zur Zeit installierte Kernel entdeckt.
    Abschließend habe ich noch den unnötigen Eintrag für das alte Diskettenlaufwerk aus der Konfiguration entfernt und abschließend die Konfiguration und den Bootloader neu auf die Festplatte schreiben lassen.
    Nun lief wieder alles ganz normal, wovon ich mich natürlich auch überzeugt habe, indem ich den Rechner ein paar Mal Probe-gebootet habe.
    Insofern hoffe ich nun, dass diese Probleme dauerhaft gelöst sind und hoffe zugleich, dass dieser kurze Erfahrungsbericht anderen in einer ähnlichen Situation dabei hilft, ihr Problem ebenfalls zu lösen.

    Abschließend bleibt mir nur noch fest zu halten, dass man hieran wieder einmal sehen kann, in welche Probleme man kommen kann, wenn unter Linux alles immer weiter automatisiert wird und man sich auch im immer stärker werdenden Maße auf diese Automatisierungen verlässt. Vor allem, so lange wie es hierbei vereinzelt noch hin und wieder immerwieder zu Fehlern wie diesem kommen kann.

    Abschließende Anmerkung:Da wir nicht die zur installierten Version passende Installations-DVD zur Hand hatten, gehe ich davon aus, dass es mit der passenden Version noch einfacher gewesen wäre, dass Problem zu beheben. Alelrdings war ich auch so schon sehr erstaunt, wie einfach sich das Problem mit Hilfe der Reperaturfunktion der Installations-DVD lösen lies. Hier haben die Jungs und Mädels von openSUSE wirklich ganze Arbeit geleistet. Auch wenn es natürlich wesentlich besser wäre, wenn man diese Funktion gar nicht erst brauchen würde.

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