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    KDE 4.3: Den Desktop der Zukunft angetestet


    Gestern habe ich ja bereits über das Erscheinen von KDE 4.3 berichtet. Wobei man zu diesem Thema auch hier, hier und hier fündig wird, sowie auf der offiziellen Seite des KDE-Projektes.
    Heute hatte ich nun die Gelegenheit, den neuen KDE 4.3 unter openSUSE 11.1 zu installieren und ihn einmal kurz zu testen. Wobei ich hierzu zunächst einmal ganz kurz anmerken kann, dass ich einfach begeistert bin.
    Doch nun auch einmal etwas eher im Detail, was mir an der neuen Version so gefällt.


    Zunächst besticht die neue Version von KDE 4.3 natürlich durch ihr neues, helleres und freundlicheres Standard-Theme Air, welches ich unter openSUSE jedoch zunächst etwas suchen musste, da es eingedeutscht unter dem Namen Luft zu finden war. Davon jedoch ab, ist das Theme wirklich nur sehr schön. Der Desktop macht damit wirklich etwas her und wirkt gleich viel freundlicher als mit dem alten Oxygen.
    Und auch bei dem Blick auf den Systemmonitor freut man sich, wenn man sieht, dass die CPU-Last und der Arbeitsspeicherverbrauch tatsächlich, wie angekündigt, deutlich geringer ausfällt. Sogar der aktuelle Firefox in Version 3.5.2 machte unter KDE 4.3 auf einem alten Rechner mit 1,6 GHz eine gute und brauchbare Figur. Ud genau diese Konstellation war auf diesem Rechner bislang immer mein Sorgenkind. Hier haben die Entwickler also wirklich etwas erreicht.
    Wobei man hier dann doch einschränkend anmerken muss, dass Strigi und Nepomuk deutlich die CPU ins Schwitzen bringen. Wer jedoch auch bislang auf seinem Rechner selber Ordnung gehalten hat und eine vernünftige Ordnerstruktur bei sich angelegt hat, der wird diese beiden Dienste wohl eher nicht brauchen und kann sie insofern beruhigt über die Systemeinstellungen abschalten. Das was man dadurch an CPU-Leistung einspart, kann man wirklich besser zum Arbeiten benutzen. Zwar halte ich die semantishe Suche für eine gute und interessante Idee. Für mich selbst, find ich sie jedoch eher überflüßig und kann insofern eigentlich nur sagen, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er diesen Dienst benötigt, oder ob er nicht doch lieber die System-Ressourcen einspart.
    Abgesehen von der insgesamt deutlich besseren Performance des Desktops begeistert mich vor allem auch die Möglichkeit, endlich wieder die einzelnen virtuellen Desktops separat einstellen zu können. Sprich sie mit einzelnen Hintergrundbildern zu versehen und auch jeweils unterschiedliche Plasmoide darauf abzulegn. Denn die getrennten Einstellungen für die einzelnen virtuellen Desktops wahr noch mit eines der Features von KDE 3.5.x, die ich unter KDE 4 bislang am deutlichsten vermisst habe.
    Alelrdings muss man hier auch anmerken, dass die Entwickler diese neue (alte) Funktion recht gut versteckt haben, so dass es mir in meinem ersten kleinen Test mit KDE 4.3 nicht gelang, heraus zu finden, wo und wie ich diese Einstellungen vornehmen kann. Jedoch habe ich hier mittlerweile den entsprechenden Hinweis gefunden. Anscheinend muss man erst über die “Nuss” oben rechts auf verkleinern gehen und dann auf Plasma. Für meinen Geschmack etwas gut versteckt und umständlich, aber sei es drum. Ich hätte es jedenfalls sinnvoller gefunden, wenn diese Einstellung bei den Einstellungen zu den virtuellen Arbeitsflächen in den Systemeinstellungen gelandet wäre.
    Aber nun gut. Hauptsache ist ja, dass sie überhaupt wieder zur Verfügung steht. Woanders unterbringen können die Entwickler die Funktion ja immer noch.


    Von diesen Neuerungen abgesehen kann ich mich aber auch für die neuen Plasmoiden begeistern, die in KDE 4.3 Einzug gehalten haben. So wurde nun ja auch der erste Schritt in Richtung des sozialen Dekstops vollzogen, indem es nun ein Plasmoid gibt, mit dem man sich mit anderen KDE-Nutzern aus der eigenen Region verbinden kann. Auch diese Idee finde ich persönlich sehr interessant und durchaus zukunftsweisend. Jedoch gilt es hier nun zunächst einmal abzuwarten, wie dieses Plasmoid denn nun von den Nutzern angenommen wird und wie es dannn auch im Alltag genutzt wird. Ich jedenfalls würde mir wünschen, dass es einen echten Mehrwert produziert indem man darüber z.B. direkt technische Fragen stellen kann. Es wäre einfach zu schade, wenn dieses Plasmoid zu einer reinen Spielerei werden würde.
    Auch die anderen neuen Plasmoiden sehen recht interessant aus, auch wenn ich bislang nun noch keine Gelgenheit hatte, sie mir näher an zu sehen.
    Aber davon ab, wissen auch die einzelnen Verbesserungen an den einzelnen Programmen von KDE zu überzeugen. Hierbei handelt es sich zwar zum größten Teil um Kleinigkeiten, die sich jedoch im Alltag als durchaus nützlich erweisen dürften.
    So beherrschen die Systemeinstellungen nun auch wieder die Baumansicht, was insbesondere Nutzern von KDE 3.5.x entgegen kommen dürfte. Die bisherige Ansicht war nuneinmal wirklich nicht jedermanns Sache und auch ich hatte hier zunächst etwas Eingewöhnung nötig.
    Außerdem haben die Entwickler auch an Dolphin gearbeitet, der nun in der Lage ist, in den Ordnern eine Vorschau der Dateien die sich in diesem Ordner befinden an zu zeigen. Dadurch wird man sich in Zukunft durchaus den einen oder anderen Klick ersparen können, da man nun vorab sieht, was sich in derm Ordner befindet. Insofern handelt es sich auch hier natürlich um eine Kleinigkeit, die dennoch äußerst nett und nützlich ist. Insgesamt kann ich also nur jedem das Upgrade auf KDE 4.3 empfehlen, dass bei den großen Distributionen auch problemlos möglich ist. Außerdem wird man auch hier fündig.
    Zu guter Letzt hier noch das offizielle Video des KDE-Teams, dass einige der Neuerungen von KDE 4.3 anschaulich zeigt:

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